Ebertplatz, Köln
Auftrag: Stadt Köln
Kooperationen:
Stadtplanungsamt, Kulturamt, Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau, Stabstelle Events, Film & Fernsehen, Grünflächenamt, Ordnungsamt, Streetwork Köln, Polizei, KVB, AWB und KGAB sowie Kunstverein Brunnen e.V., Bürgerverein Eigelstein e.V., EBI e.V., zivilgesellschaftliche Gruppen sowie im Rahmen des Platzmanagements mit Arbeitsgruppen zum Platzprogramm (Kunst und Kultur, Gestaltung, Begrünung, Sport und Spiel) – Vereine am Ebertplatz u.a. Kunstverein Brunnen e.V. & krimskramsclub e.V. – Anwohner*innen & Gewerbetreibende, Hochschulen u.a. TH Köln & KISD, diverse Projektpartner*innen
Vertragslaufzeit:
2024 und 2025, Folgeauftrag bis Mitte 2026 zur Weiterführung des Platzmanagements
Mitte der 2010er Jahre wurde die Passage West immer mehr zum „Unort“: Auszug von Läden, nächtliche Unsicherheit, Drogenhandel mit entsprechender Kriminalität. 2017/18 wurde in Verwaltung und Politik diskutiert, die Passage vollständig zu schließen und bis zum Straßenniveau zuzuschütten. Dagegen regte sich massiver Widerstand. Künstler*innen und Kulturinitiativen schlugen vor, die Räume zwischenzunutzen. Bürgerinitiativen aus der Nachbarschaft machten sich stark für einen lebendigen Stadtplatz. Schließlich entschied sich die Stadt, das Wagnis einer „Zwischennutzung“ mit den zivilgesellschaftlichen Gruppen im Rahmen eines kooperativen Verantwortungssystem mit Kunsträumen sowie stadtgesellschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen einzugehen.
2022 einigten sich alle Akteure darauf, gemeinsam eine längerfristige Perspektive für Städtebau, Verkehr, Kunst und Kultur sowie für eine lebendige Stadtgesellschaft zu erarbeiten und im Hinblick auf eine Realisierung zu prüfen.
– die Zwischennutzungen zu unterstützen und weiterzuentwickeln,
– planerisch-bauliche Zukunftsvarianten aufzuzeigen,
– ein zukunftsfähiges Nutzungs-/Träger-/Betriebsmodell zu entwickeln.
Diese komplexe Aufgabe stellt hohe Anforderungen an ungewöhnliche Lösungsansätze, an Kooperation und Vermittlung zwischen zivilgesellschaftlichen und kommunalen Planungs- und Entscheidungskulturen.