Dorfhaus Marienhagen, Wiehl

Auftrag:
Programm „Das Gute Leben selbst gemacht!“ – Knotenpunkte des öffentlichen Lebens im Bergischen RheinLand, Stadt Wiehl (Ideenwerkstatt in 2025)

Projektverantwortung:
Heimat- und Verschönerungsverein Marienhagen/Pergeroth e. V., Stadt Wiehl, Evangelische Kirchengemeinde Marienhagen-Drespe, Trägerstruktur in Klärung
Kooperationen: Stadt Wiehl, Heimat- und Verschönerungsverein Marienhagen/Pergeroth e. V., Evangelische Kirchengemeinde, CVJM, Feuerwehr, Vereine, Initiativen, Oberbergischer Kreis, REGIONALE 2025 Agentur,

Weitere
Beratung:
startklar a+b GmbH

Laufzeit:
Einstieg seit Sommer 2025, Qualifizierungsprozess 2025–2026/27


Website:
knotenpunkte.de
regionale2025.de

Marienhagen ist ein Ort mit starkem Gemeinschaftsgefühl, aktiven Vereinen und gewachsener Dorfidentität. Gleichzeitig steht der Ort, wie viele kleinere Ortschaften, vor der Aufgabe, öffentliche und private Versorgungsinfrastrukturen langfristig zu sichern und an veränderte Bedürfnisse anzupassen. Durch neue Baugebiete ist mit weiterem Bevölkerungszuwachs zu rechnen. Umso wichtiger werden stabile Vereinsstrukturen, Orte der Begegnung und Räume für gesellschaftliches Miteinander.

Ausgangspunkt des Projekts war die Idee des Heimat- und Verschönerungsvereins Marienhagen/Pergeroth e. V., die leerstehende Alte Schule Marienhagen zu einem multifunktionalen Zukunftsort weiterzuentwickeln. Die Alte Schule wurde dabei nicht nur als historischer Ort oder klassisches Vereinshaus verstanden, sondern als möglicher Begegnungs- und Entwicklungsraum mit Modellcharakter für das dörfliche Leben von morgen. In einer Ideenwerkstatt im September 2025 wurden zahlreiche Perspektiven gesammelt: Die Alte Schule könnte zur „guten Stube“ des Dorfes werden, als lokale Anlaufstelle, Dorfarchiv, Kultur- und Begegnungsort, Plattform für Vereine, Treffpunkt für Jung und Alt oder als Ort für gemeinsames „Zukunft testen“.

Im weiteren Prozess wurde deutlich, dass die Zukunft der Alten Schule nicht isoliert betrachtet werden kann. Parallel stellt sich auch für das evangelische Gemeindehaus in Marienhagen die Frage nach einer langfristigen Perspektive. Das Gebäude wird zwar noch genutzt, ist aber unterausgelastet und verursacht hohe laufende Kosten. Deshalb wird seit Frühjahr 2026 gemeinsam mit Stadt, Kirchengemeinde und HVV geprüft, ob das Gemeindehaus zu einem ortsgesellschaftlichen Dorfhaus bzw. Knotenpunkt weiterentwickelt werden kann.

Im kooperativen Werkstattprozess wird die Option „Vom kirchlichen Gemeindehaus zum ortsgesellschaftlichen Dorfgemeinschaftshaus“ vertieft. Diskutiert werden unter anderem ein offener Begegnungsbereich im Erdgeschoss, Nutzungen für Kultur, Dorffeste, Vereine und gemeinschaftliche Veranstaltungen, ein Dorfarchiv, eine Dorfwerkstatt, Angebote für Jugendliche, die Einbindung des Außengeländes sowie Fragen von Belegungsmanagement, Hausverwaltung, Trägerschaft, Betrieb und Wirtschaftlichkeit.

startklar a+b begleitet diesen Prozess als moderierendes und fachlich beratendes Büro. Ziel ist es, gemeinsam mit den Akteur*innen vor Ort bis zum Sommer 2026 zu klären, welcher Standort und welches Modell die besten Voraussetzungen bietet, um einen langfristig tragfähigen Knotenpunkt für Marienhagen zu entwickeln. Dabei geht es nicht nur um Räume, sondern um Verantwortung: Wie können HVV, Kirche, Stadt, Vereine und weitere Engagierte gemeinsam ein Haus tragen, das dem ganzen Ort dient?
Das Projekt Dorfhaus Marienhagen zeigt beispielhaft, wie dörfliche Zukunftsentwicklung aus einem offenen Suchprozess entstehen kann. Alte Schule, Gemeindehaus, Dorfgeschichte, Vereinsleben und neue Bedarfe werden zusammengedacht, mit dem Ziel, einen Ort zu schaffen, der Begegnung ermöglicht, Identität stärkt und gemeinsames Handeln für Marienhagen organisiert.

Schwerpunkte der Projektberatung
• Durchführung und Auswertung einer Ideenwerkstatt zur Perspektive Alte Schule / Dorfhaus Marienhagen
• Einordnung des Projekts in den Aktivierungsprozess „Knotenpunkte des öffentlichen Lebens“
• Prüfung unterschiedlicher Standort- und Entwicklungsoptionen, insbesondere Alte Schule und evangelisches Gemeindehaus
• Moderation eines kooperativen Werkstattprozesses mit Stadt, Kirchengemeinde, HVV und weiteren Akteur*innen
• Entwicklung eines Nutzungsprofils für ein ortsgesellschaftliches Dorfhaus
• Beratung zu Dorfwohnzimmer, Dorfarchiv, Dorfwerkstatt, Vereinsnutzungen, Außengelände und Belegungsmanagement
• Klärung von Trägerschaft, Betrieb, Wirtschaftlichkeit und Verantwortungsstrukturen
• Vorbereitung eines tragfähigen Perspektivmodells für die weitere Umsetzung