Projektwerkstatt Waidmarkt, Köln

Auftrag:
Stadt Köln

Kooperationen:
Stadtplanungsamt, Kulturdezernat, ArchivKomplex (AKx), Köln kann auch anders (k2a2)

Laufzeit:
2023 bis 2025

Mit dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs in Folge des U-Bahn-Baus am 3. März 20009 sind nicht nur für die Kölner Stadtgeschichte eminent bedeutsame historische Archivalien verlorengegangen. Es sind auch drei Menschen umgekommen und in der Stadtgesellschaft begann eine Diskussion über das Versagen Kölner Insti-tutionen. Das Vertrauen in die Stadt drohte verloren zu gehen. Die beiden bürgerschaftlichen Initiativen „Ar-chivKomplex (AKx)“ und „köln kann auch anders (k2a2)“ gründeten sich als kritischer Counterpart zur Stadt. Über 12 Jahre konnten sich Stadt und Zivilgesellschaft nicht auf eine gemeinsame Antwort auf das große Loch am Waidmarkt einigen, dass der Einsturz als Wunde in der Stadt zwischen City und Kölner Südstadt hinterlas-sen hatte – weder städtebaulich-planerisch noch kulturell noch hinsichtlich der Erinnerung.

2023 beauftragte das Kulturdezernat der Stadt Köln startklar a+b mit der Organisation und Moderation einer „Projektwerkstatt“. Es entstand eine ungewöhnliche dichte Kooperation zwischen Stadtplanungsamt und Kulturdezernat auf der einen und von AKx und k2a2 entsandten Experten auf der anderen Seite. Über zwei Jahre hinweg wurde kooperativ an Leitlinien, einem Leitbild, an Zukunftsthemen und ersten Maßnahmen sowie an einer Prozessarchitektur gearbeitet, die Antworten geben kann auf dem langen Weg zu Realisierun-gen. Herausgekommen ist ein Vorschlag u.a. für
– künstlerische Interventionen
– einen kooperativen Planungsprozess
– eine Akteursaktivierung.

Mitte 2025 werden auf dieser Basis politische Beschlüsse auf den Weg gebracht. Eine erste künstlerische In-tervention der Künstlergruppe Observatorium (u.a. mit einem Pavillon am Waidmarkt) wurde auf den Weg gebracht und im Juni 2025 vorläufig abgeschlossen.