Alte Schule Birk, Lohmar
Auftrag:
Programm „Das Gute Leben selbst gemacht!“
– Knotenpunkte des öffentlichen Lebens im Bergischen RheinLand sowie Stadt Lohmar
Projektverantwortung:
Stadt Lohmar, Verantwortungskreis aus Stadt und Ortsgesellschaft im Aufbau
Kooperationen:
Stadt Lohmar, Rhein-Sieg-Kreis, REGIONALE 2025 Agentur,
Ortsakteur*innen, Vereine, Initiativen, Kirchengemeinden, Musik- und Kunstschule, weitere
Beratung:
startklar a+b GmbH
Laufzeit:
Einstieg Herbst 2025 (über Stadt Lohmar; seit März 2026 über REGIONALE 2025) , geplanter Qualifizierungsprozess 2025 bis2027
Website:
Knotenpunkte / Regionale2025
Alte Schule Birk, Lohmar
Ein Haus der Ortsgesellschaft für Begegnung, Engagement und eine lebendige Ortsmitte
Die Alte Schule Birk steht für eine zentrale Frage vieler kleinerer Orte: Wie können vorhandene Gebäude und öffentliche Räume so weiterentwickelt werden, dass sie nicht nur erhalten bleiben, sondern neue Aufgaben für die Ortsgesellschaft übernehmen? In Birk ist mit dem Umzug der Grundschule in ein neues Gebäude die Chance entstanden, die ehemalige Schule als offenen Ort für Begegnung, Engagement und Gemeinschaft mitten im Ortskern von Birk neu zu denken.
Die Stadt Lohmar verfolgt gemeinsam mit der Bürgerschaft die Idee, die Alte Schule zu einem Knotenpunkt des öffentlichen Lebens und zu einem Haus der Ortsgesellschaft zu entwickeln. Dabei soll das Gebäude nicht als klassisches Vereinshaus verstanden werden, sondern als Zukunftsinfrastruktur für Birk: als Ort, an dem sich Vereine, Initiativen, ältere Menschen, Familien, Jugendliche, Kirchen, Kulturakteurinnen und nicht organisierte Bürgerinnen begegnen und gemeinsame Aktivitäten entwickeln können. In den bisherigen Gesprächen wurde deutlich, dass die Alte Schule einen Beitrag zur Ortsmittebildung leisten und helfen kann, Birk als lebendigen Ort weiterzuentwickeln.
Im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Dezember 2025 und einer Ideenwerkstatt im Januar 2026 wurden zentrale Bedarfe und Erwartungen aus der Ortsgesellschaft zusammengetragen. Dabei kristallisierte sich die Alte Schule besonders als möglicher Dorftreffpunkt, als Dorfwohnzimmer, als Raum für generationenübergreifende Angebote, kulturelle Veranstaltungen, kreative Nutzungen, Jugendangebote sowie Vereins- und Engagementsaktivitäten heraus. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Entwicklung der Alten Schule in eine Gesamtbetrachtung der vorhandenen Räume und Infrastrukturen im Ort eingebettet werden muss.
startklar a+b begleitet den Prozess im Rahmen des Knotenpunkte-Aktivierungsprozesses. Im Mittelpunkt stehen die Schärfung des Projektprofils, die Bildung eines handlungsfähigen Verantwortungskreises aus Stadt und Ortsgesellschaft sowie die Vorbereitung eines Testbetriebs. Ab Herbst 2026 soll zunächst das Erdgeschoss der Alten Schule als offener Begegnungsort erprobt werden, mit „Dorfwohnzimmer“, möglichen Dorfcafé-Formaten, gemeinschaftlichen Veranstaltungen und ergänzenden Nutzungen durch Vereine, Gruppen und Initiativen. Der Beratungsprozess soll im Hinblick auf den Abschluss der REGIONALE (Ende 2026) sowie im Hinblick auf einen möglichen Förderantrag mit den inhaltlichen Bausteinen Nutzung, Planen/Bauen, Trägerschaft/Betrieb und Businessplan (Ende 2027) weiter strukturiert werden.
Ziel ist es, aus dem Testbetrieb heraus ein langfristig tragfähiges Nutzungs-, Organisations- und Betriebskonzept zu entwickeln. Bis 2027 soll ein abgestimmtes Perspektivkonzept entstehen, das Aussagen zu Nutzung, Raumprogramm, Planung, Kosten, Finanzierung, Trägerschaft, Betrieb und Businessplan bündelt und Grundlage für die weitere Realisierung sein kann.
Schwerpunkte der Projektberatung
- Einordnung der Alten Schule als Knotenpunkt des öffentlichen Lebens und Beitrag zur Ortsmittebildung
- Durchführung von Informations- und Ideenwerkstätten mit Bürgerschaft, Vereinen und Ortsakteur*innen
- Aufbau eines Verantwortungskreises aus „Team Stadt“ und „Team Birk“
- Schärfung des Projektprofils als Dorfwohnzimmer, Begegnungsort und Haus der Ortsgesellschaft
- Vorbereitung eines Testbetriebs im Erdgeschoss ab Herbst 2026
- Beratung zu Nutzungsorganisation, Belegungsmanagement, Kommunikation und Verantwortungsstrukturen
- Perspektivische Entwicklung eines Nutzungs-, Träger-, Betriebs- und Finanzierungskonzepts