Iniative ergreifen

Auftraggeberin:
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW (MHKBD)

Laufzeit:
2001 bis 2024

weitere Informationen:
https://initiative-ergreifen.de/

Das Förder- und Qualifizierungsprogramm „Initiative ergreifen“ unterstützt seit 2001 bürgerschaftlich-zivilgesellschaftlich getragene Projekte und Kommunen dabei, gemeinsam neue Formen der kooperativen Stadtentwicklung zu erproben. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass die Herausforderungen von Städten, urbanen Quartieren, von Nachbarschaftsinfrastruktur über kulturelle Nutzungen bis zur sozialen Durchmi-schung, nur im kooperativen Zusammenspiel von Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik erfolgreich bewäl-tigt werden können. Engagierten Bürger*innen kommt dabei eine zentrale Rolle zu: Sie übernehmen Verant-wortung für Orte, die zur Verbesserung der städtischen sozialen, kulturellen und räumlichen Infrastruktur beitragen wollen.

Im Auftrag des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW begleitete startklar a+b von 2001 bis 2024 landesweit zahlreiche bürgerschaftlich-zivilgesellschaftliche Stadtentwick-lungsprojekte im Rahmen des Programms. Unter dem Leitmotiv „Bürger*innen machen Stadt“ qualifizierte startklar a+b Initiativen und Kommunen in kooperativen Entwicklungsprozessen und unterstützte sie dabei, Projekte von der Idee bis zur dauerhaften Umsetzung zu führen.

Ziel des Programms ist es, bürgerschaftlich-zivilgesellschaftliche getragene Projekte so zu qualifizieren, dass sie dauerhaft tragfähig sind und einen Beitrag zur Verbesserung Stadterneuerung, des Städtebaus sowie zur Stärkung urbaner Quartiere und zur Verbesserung lokaler Infrastrukturen leisten. startklar a+b beriet dabei insbesondere zu Projektprofilen und Nutzungskonzepten, zu Träger- und Organisationsmodellen, zu Finanzie-rungs- und Förderstrategien sowie zu Betriebskonzepten. Ein besonderer Fokus lag auf der Entwicklung neuer Kooperationsformen zwischen Zivilgesellschaft und öffentlicher Hand.

startklar a+b übernahm neben der qualifizierenden Projektberatung im Programm die Rolle einer neutralen, vermittelnden Instanz. Als „Übersetzer“ zwischen unterschiedlichen Handlungslogiken unterstützte startklar a+b Verständigungs- und Abstimmungsprozesse zwischen engagierten Bürger*innen, Verwaltungen, Politik und weiteren Akteur*innen.

Im Rahmen von Initiative ergreifen konnten seit 2001 bis Mitte 2024 über 80 Projekte in Städten und Ge-meinden Nordrhein-Westfalens qualifiziert und in die Umsetzung gebracht werden. Beispiele für erfolgreiche Stadterneuerungsprojekte sind etwa das Stadtteilzentrum BONNI in Gelsenkirchen-Hassel, ein ehemals kirch-liches Gemeindehaus, das zu einem lebendigen Stadtteilmittezentrum mit sozialen Angeboten, Kultur und Jugendarbeit entwickelt wurde sowie Utopiastadt in Wuppertal, ein soziokulturelles Zentrum auf dem Areal des ehemaligen Bahnhofs Mirke, das im Rahmen eines Sanierungs- und Aktivierungsprozesses von engagierten Bürger*innen und der Zivilgesellschaft revitalisiert wird. Ebenso sind die Projekte Gut Branderhof in Aachen, ein ehemals landwirtschaftlich genutztes Areal, das in einem kooperativen Entwicklungsprozess für neue gemeinwohlorientierte Nutzungen geöffnet wird, sowie die B-Side in Münster, ein soziokultureller Ort am Stadthafen, der aus einer bürgerschaftlichen Initiative hervorgegangen ist und durch die Umnutzung eines Bestandsgebäudes neu belebt wurde, zu nennen.

Diese Projekte zeigen beispielhaft, wie aus bürgerschaftlich-zivilgesellschaftlichem Engagement nachhaltige Orte der Stadterneuerung und Quartiersentwicklung entstehen können, die Identität, Teilhabe und Gemein-wohl in städtischen Kontexten stärken.

Projektübersicht