turn.nrw

Kontext:
Zivilgesellschaftlich verantwortete Transformationsprojekte
in der Quartiers-, Stadt-, Dorf- und Regionalentwicklung


Initiatorenkreis:
Projekte, Stiftungen, Netzwerke und Unterstützer*innen aus NRW,
u. a. WandelWerk Köln, freischwimmer Krefeld, SchlaraffenBand Ruhr,
Stiftung Mitarbeit, Netzwerk Immovielien und startklar a+b

Ziel 2026:
Vorbereitung und Durchführung eines Mitmach-Kongresses
im Herbst 2026 als Auftakt für einen langfristigen Modellverbund

Website:
www.turn.nrw

turn.nrw
Transformationsknoten für nachhaltige Entwicklung in Nordrhein-Westfalen

turn.nrw ist eine zivilgesellschaftliche Initiative, die ambitionierte Transformationsprojekte in Nordrhein-Westfalen sichtbar machen, miteinander verbinden und auf den Realisierungsweg bringen will. Ausgangspunkt ist die Erfahrung, dass an vielen Orten im Land engagierte Bürger*innen längst nicht mehr nur Beteiligung einfordern, sondern selbst Verantwortung übernehmen: für Quartiere, Stadtteile, Dörfer, Landschaftsräume, gemeinwohlorientierte Orte, neue Formen des Wirtschaftens und konkrete Beiträge zu Klima- und Nachhaltigkeitszielen.

Seit 2022 hat sich aus dem Austausch zivilgesellschaftlich getragener Projekte mit dem MUNV NRW ein Initiatorenkreis gebildet, der diese Potenziale bündeln und weiterentwickeln möchte. Mit dem Krefelder Manifest wurde dafür eine gemeinsame programmatische Grundlage formuliert. Im Mittelpunkt stehen bessere Rahmenbedingungen und mehr Chancengerechtigkeit für Gemeinschaftsprojekte, die Transformation nicht abstrakt diskutieren, sondern vor Ort praktisch erproben.

turn.nrw versteht solche Projekte als Transformationsknoten: als lebendige Orte und Reallabore, an denen ökologische, soziale, ökonomische und räumlich-kulturelle Fragen zusammenkommen. Sie zeigen, wie nachhaltige Entwicklung im konkreten Lebensumfeld erfahrbar werden kann: in der Kooperation von Zivilgesellschaft, Kommunen, Land, Stiftungen, Wirtschaft und fachlichen Unterstützer*innen. Dabei geht es nicht um einzelne Modellprojekte als Ausnahme, sondern um lernende Orte, die Wissen teilen, Standards entwickeln, politische Sichtbarkeit erzeugen und andere Projekte ermutigen können.

Das zentrale Instrument ist die Idee eines Modellverbunds „10 Projekte – 10 Jahre“. Bis zu zehn exemplarische Transformationsknoten in NRW sollen in einem langfristigen Prozess qualifiziert, begleitet und schrittweise in die Umsetzung gebracht werden. Damit entsteht eine Perspektive mit langem Atem: vom einzelnen Projekt hin zu einem landesweiten Lern- und Unterstützungsnetzwerk für sozial-ökologische Transformation aus der Kraft der Zivilgesellschaft.

Ein wichtiger nächster Schritt ist der Mitmach-Kongress im Herbst 2026. Er soll Projekte, Kommunen, Partnerinnen und Unterstützerinnen zusammenbringen, die gemeinsame Arbeitsbasis schärfen und konkrete Kooperationen vorbereiten. Geplant ist ein produktiver Arbeitskongress mit rund 100 Teilnehmenden, der nicht nur Austausch ermöglicht, sondern den Einstieg in die nächste Phase organisiert: die Mobilisierung von 10 bis 15 Projekten aus NRW, die Entwicklung einer Roadmap für die Zusammenarbeit zwischen Projekten, Kommunen und Partnern sowie die Gründung von turn.nrw e. V. als mittel- und langfristige Arbeitsplattform.

Der Mitmach-Kongress ist damit mehr als eine Veranstaltung. Er ist der Auftakt zu einem Prozess, der die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen in konkreten Projekten sichtbar und umsetzbar machen kann. turn.nrw zeigt, dass Zivilgesellschaft nicht nur Impulsgeberin oder Lückenfüllerin ist, sondern eine eigenständige Kraft der Transformation: verantwortungsbereit, kooperationsfähig und bereit, über lange Zeiträume an tragfähigen Lösungen für Orte, Regionen und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu arbeiten.