„3ECK“, Borken

„Aller guten Dinge sind drei“ – in Redewendungen und Märchen, aber auch in der Musik oder Mathematik hat die Zahl „Drei“ besondere Bedeutung. Im Förderprogramm „Dritte Orte“ spielt sie per se eine Rolle. Die Stadt Borken hat für ihre Bewerbung von Beginn an auf die Dreizahl gesetzt: Drei Kooperationspartner – Stadt, Musikschule und Remigius-Bücherei – haben sich zusammengetan, um ihren zunächst temporären Dritten Ort als eine Art Projektlabor zu entwickeln: Das „3ECK“ hat dazu Quartier in einem ehemaligen Leerstand am Neutor 3 bezogen, mitten in der City. Von hier aus wird der finale Dritte Ort weiterentwickelt, der Synergieeffekte nutzen, die bestehende Kulturachse und damit auch die Zukunftsfähigkeit der Borkener Innenstadt stärken will.

 

Der finale Dritte Ort soll künftig nicht nur die Musikschule und die Remigius-Bücherei räumlich und konzeptionell miteinander vereinen; zusätzlich soll er auch Raum bieten für Kultur, Vereine und Bürgerschaft sowie für ein gastronomisches Angebot, das niedrigschwellig die Aufenthaltsqualität steigert. Doch wie kann der perfekte Dritte Ort für alle Generationen ansprechend sein? Wo ist der richtige Standort? Welche Formate gewährleisten ein integratives wie inklusives Angebot? Im temporären „3ECK“ werden solche Fragen konkretisiert, auch durch Beteiligung von Einheimischen, Vereinen und kulturellen Initiativen.

 

Das „3ECK“ ist als Projektlabor ideal, um wichtige Erfahrungen für den finalen Dritten Ort zu sammeln. Die Kooperationspartner, Bürgerinnen und Kulturschaffenden haben sich bereits analog und digital beteiligt und konkrete Aktions-Ideen eingebracht. Damit diese im „3ECK“ umgesetzt werden können, sind dort kleine Anpassungen notwendig: So schaffen neue Tablets, die digitales Zeitungslesen erlauben, mehr Bibliotheksatmosphäre. Zwei Räume werden verbunden zu einem weiteren großen Raum für Musikunterricht, Gruppentreffen oder Workshops.

 

Die Küche erhält ein kleines Update, während der Innenhof mit kleiner Bühne und Sitzmöbeln zum neuen Aufführungsort für Konzerte und Lesungen umgestaltet wird. Als besonderes Highlight öffnet eine Bühne das „3ECK“ wie ein Balkon zu Straßenraum und Gastronomie und macht es zum Schauplatz für Konzerte und andere Formate.

 

Projektträger: Stadt Borken, Kulturbüro und Musikschule

 

 

Räume und Nutzungsbausteine

Ein großzügiger Gastronomiebereich mit Wohnzimmercharakter lädt zum Verweilen, zum Snacken, Freunde treffen, Arbeiten oder Besprechen ein. Die weitläufige Bibliothek erstreckt sich über große Teile des Gebäudes und lässt Bücher zum allgegenwärtigen Medium des Hauses werden. Ein Makerspace und die Bibliothek der Dinge erweitern den Bibliotheksbegriff. Die Proberäume der Musikschule säumen die Flächen des Dritten Ortes, eine Bühne motiviert Musikerinnen und Musiker, das Erlernte und Geprobte auch der Öffentlichkeit oder einem interessierten Publikum darzubringen. Im Außenbereich kann Musik auf dem Klangspielplatz jederzeit erlebt werden und die Terrassen und Balkone öffnen das Gebäude in die Stadt hinein.

 


Titelbild: Stadt Borken / MediaMieze

     

    Das zunächst eher unscharfe Bild des finalen Dritten Ortes erhält durch dieses Reallabor ein immer klareres Profil: Eine einladende und frei zugängliche Gastronomie wird künftig zum Verweilen und zum Snacken, zur Begegnung mit Freunden, zum Arbeiten oder Besprechen einladen. Die barrierefreie Bibliothek prägt mit ihren Büchern, analogem und digitalem Angebot das Gebäude; ein Makerspace und eine Bibliothek der Dinge erweitern das ursprüngliche Büchereiformat. In den Musikschul-Räumen proben junge Geiger mit Altistinnen, um das Erlernte später auf der Bühne zu präsentieren. Musik kann jederzeit auf dem Open-Air-Klangspielplatz genossen werden, Terrassen und Balkone öffnen das Gebäude zur Stadt hin.

     

    Interaktive Mitmachangebote, Repair-Café, digitale Sprechstunden oder Spielnachmittage stehen allen Interessierten offen.

     

    Der Dritte Ort in Borken ist künftig da, wo Kultur eine Adresse hat, von vielen gelebt wird und in Stadt und Gesellschaft verankert ist. Kein Wunder, denn aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei!