Günnemann-Kotten, Witten

Die 350 Jahre alte Hofstelle, der sogenannte Günnemann-Kotten, gilt als Besonderheit im östlichen Ruhrgebiet. Zusammen mit dem schönen Bachtal der Brunebecke und dem umgebenden Bauerngarten ist er ein letztes Zeugnis des ehemals ländlich geprägten Dorfes Rüdinghausen. An die typische westfälische Landschaft mit zahlreichen Bauernhöfen, Feldern, Wiesen und Wäldern erinnern nur noch einige Straßennamen und – der Günnemann-Kotten.

Dieser alte Fachwerkhof ist aber nicht nur ein wertvolles historisches Zeugnis, sondern auch Ausdruck eines beharrlichen Bürgerwillens und eines bemerkenswerten ehrenamtlichen Engagements. So erwirkte der Verein Günnemann-Kotten bereits 2002 die unter Denkmalschutzstellung des Gebäudes. Seit 2016 wurden aktiv Spendengelder aus den Reihen der benachbarten Bürgerschaft eingeworben mit dem Ziel, den Kotten zu erwerben, ihn als historisches Zeugnis zu erhalten und zu einem neuen Lern- und Begegnungsort für die Nachbarschaft zu entwickeln.

Antragsteller für die Beratung und Träger des Projekts ist der bereits 2000 gegründete Günnemann-Kotten e. V. mit derzeit über 100 Mitgliedern.

 Ziel ist die denkmalgerechte Wiederherstellung und Nutzbarmachung der gut 350 Jahre alten Hofstelle Günnemann-Kotten in Witten-Rüdinghausen mit ehemaligem Wohnhaus, Anbauten, Kleintierstallungen, Nutzflächen, Brunnen und Bachlauf auf einem ca. 6.600 Quadratmeter großen Grundstück. Zukünftig soll dieses Ensemble mit umgebendem Bauerngarten ein Kristallisationspunkt für Ortsgeschichte und ländliche Wirtschaftsweise am Rande des Ruhrgebiets werden.

Günnemann-Kotten e.V.

startklar begleitet das Projekt innerhalb des Programmaufrufs “Qualifizierung des bürgerschaftlichen Engagements” des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) des Landes Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen zum Verein unter http://guennemann-kotten.de/


Titelbild: startklar